Regierungskrise. Rentnergewerkschaften: „Die Rückkehr zum Fornero-Gesetz vermeiden“

Der Sturz der Regierung Draghi beunruhigt die Rentnergewerkschaften von AGB/CGIL, SGBCISL, UIL/SGK und ASGB wegen eines möglichen Aufschubs der Rentenreform. Auch ist in Südtirol die Situation kritisch, da die tendenzielle Inflation zwei Punkte über den Daten des nationalen Statistikinstituts liegt.

Die Gewerkschaften hoffen, dass die Diskussion mit der neuen Regierung nicht bei null beginnt, denn es gilt eine Rückkehr zum Fornero-Gesetz zu vermeiden. Die Sekretäre der Rentnergewerkschaften Alfred Ebner (AGB/CGIL), Anna Rita Montemaggiore (SGBCISL), Danilo Tomasini (UIL/SGK) und Stephan Vieider (ASGB) halten nichts von den Wahlkampfversprechen, wie die Erhöhung der Mindestrente auf 1.000 Euro. Die Renten sind das Ergebnis von Sozialversicherungsbeiträgen und es gäbe somit ein Gerechtigkeitsproblem zwischen denen, die mehr und denen, die weniger eingezahlt haben. Die Gewerkschaften werden sich auch entschieden gegen jegliche negative Änderung der Regeln für die Aufwertung der Renten wehren, die nach Berechnungen seitens des INPS einen bedeutenden Betrag ausmachen dürfte.

Schließlich sind die Rentnergewerkschaften fest von der Notwendigkeit einer Garantierente für junge Menschen überzeugt und fordern, dass mit der Rentenreform auch die Frauen endlich besser abgesichert werden.