Reform der territorialen Medizin
Die Rentnergewerkschaften AGB/CGIL, SGBCISL und SGK-UIL: „Wir wurden nicht einbezogen“

In Bezug auf die Reform der Territorialmedizin weisen die Rentnergewerkschaften des AGB/CGIL, SGBCISL und SGK-UIL darauf hin, dass es zu diesem wichtigen Thema keine vorherigen Gespräche mit den Sozialpartnern gab.
Angesichts der Medienberichte über das Projekt bewerten die Gewerkschaften die Wiederbelebung der  territorialen Strukturen als positiv, sind aber skeptisch, was ihre vollständige Umsetzung in der Zukunft betrifft. Die Sozialpartner sehen eine Reihe kritischer Punkte voraus, wie z.B. einen absehbaren Widerstand innerhalb der Strukturen aufgrund von Problemen in Zusammenhang mit dem Personalmangel: „Allgemeinmediziner, die für die Wiederbelebung der dezentralisierten Medizin von entscheidender Bedeutung sind, gibt es bereits heute in immer geringerer Zahl“, so die Gewerkschaften.
Die Sozialpartner fordern die Integration von Sozial- und Gesundheitsfürsorge: „Die Territorialen Operationszentren müssen ein Netzwerk koordinieren, das sich nicht nur um Gesundheitsprobleme kümmert, sondern bedürftigen Bürgern auch bei der Lösung anderer Probleme hilft. Die Medizin sollte koordiniert werden, aber auch die mögliche Unterbringung von Patienten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus“.
Für die Gewerkschaften müssen die Territorialen Operationszentren ein Netzwerk aus Krankenhäusern, Seniorenheimen und Heimen für Langzeitpatienten und Dienste für die häusliche Pflege koordinieren. In Anbetracht der Häufigkeit chronischer Krankheiten, von denen vor allem ältere Menschen betroffen sind, ist für die Umsetzungsphase für die Rentnergewerkschaften auch eine Integration mit dem Gesetz über das aktive Altern erforderlich.
„Wir sind der Meinung, dass die Einbeziehung der Gewerkschaften notwendig ist, und zwar nicht nur, weil sie in den nationalen Normen vorgesehen ist. Wir werden die künftigen Schritte der Reform mit besonderer Aufmerksamkeit bewerten, um zu vermeiden, dass es sich am Ende nur um eine kosmetische Maßnahme handelt oder dass es keine wirksame Integration zwischen Sozial- und Gesundheitswesen gibt“, so die Rentnergewerkschaften in einer gemeinsamen Mitteilung.