Neuer Vertrag für Bauarbeiter
Wichtige Lohnerhöhungen für die 13.000 Beschäftigten des Sektors in der Provinz Bozen“

Der nationale Vertrag für Bauarbeiter, ein Sektor, in dem in Südtirol rund 13.000 Menschen beschäftigt sind, wurde kürzlich erneuert.

Wie die Fachgewerkschaft für den Bausektor GBH/FILLEA des AGB/CGIL mitteilt, sieht der Vertrag wichtige Lohnerhöhungen vor: 92 Euro pro Monat für einen Bauarbeiter, der auf der niedrigsten Stufe eingestellt wird. Ein gutes Ergebnis: Die Forderungen der Gewerkschaftsplattform lagen bei 100 Euro pro Monat.

Die GBH/FILLES ist auch mit den zahlreichen anderen Neuerungen zufrieden, die eingeführt wurden, wie z. B. die Aufrechterhaltung der beruflichen Einstufung. Dies ist eine wichtige Errungenschaft, da bisher ein Bauarbeiter, wenn er das Unternehmen wechselte, auf einer niedrigeren Ebene mit einem geringeren Gehalt eingestellt werden konnte, ohne dass seine Professionalität und Fähigkeiten anerkannt wurden.

Außerdem ist vorgesehen, dass jeder Arbeitnehmer seinen persönlichen „Professionalitätsausweis für das Baugewerbe“ erhält, in dem er die absolvierten beruflichen und sicherheitsrelevanten Kurse eintragen kann. Dies ist eine weitere wichtige Neuerung. In der Vergangenheit kam es manchmal vor, dass Unternehmen Teilnahmebescheinigungen einbehielten und sie Arbeitnehmern nicht aushändigten, wenn sie kündigten oder entlassen wurden.

In einem Sektor, in dem die Zahl der Arbeitsunfälle und Todesfälle hoch ist, sind auch die Erfolge im Bereich der Arbeitssicherheit wichtig. Die entsprechenden Schulungen, die für Unternehmen, die in die Bauarbeiterkasse eingetragen sind, kostenlos sind, werden drei Jahre dauern, während sie bisher alle fünf Jahre stattfanden. Darüber hinaus wurde der von den Unternehmen zu zahlende Beitrag für Schulungen erhöht, wobei der Schwerpunkt auf dem Schulungsbedarf der Unternehmen in den Bereichen Bio-Bau, Energieeinsparung, Gebäudesanierung und Digitalisierung des Sektors liegt. Zu diesem Zweck werden auch die Mittel für Ausbildung und Sicherheit für die lokalen Ämter erhöht. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis 2024.

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