Inflation. Ebner: „Es ist notwendig, bei der Besteuerung einzugreifen“

Die Rentnergewerkschaft im AGB/CGIL schlägt Alarm: Die Inflation gefährdet die festen Einkommen und die Renten.

SPI/LGR-Generalsekretär Alfred Ebner weist neben der seit Jahren andauernden Unzulänglichkeit der Rentenanpassung auf die Tatsache hin, dass die Renten ab dem 1. Januar 2022 nur um 1,7 % erhöht wurden, ein Wert, der in der Provinz Bozen die tendenzielle Inflation von 4 % nicht abdeckt. Ein eventueller Ausgleich ist erst für 2023 vorgesehen. Die Gewerkschaft zeigt sich auch besorgt über den Anstieg der Energierechnungen, nicht nur für Strom, sondern auch über den starken Anstieg der Gaspreise.

Sinnvolle Maßnahmen wäre laut Ebner steuerliche Eingriffe, wie das Einfrieren der IRPEF für Gehalts- oder Rentenerhöhungen, besonders, wenn sie dazu dienen, die Inflation abzufedern. Für den Spi/Lgr-Sekretär würden auch gezielte Eingriffe in die Besteuerung von Energieerzeugnissen eine gewisse Entlastung des Endpreises bedeuten. „Es sollte auch über die Geldpolitik nachgedacht werden, um zumindest einen Teil der Ersparnisse der Bürger zu sichern, auch wenn dies das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen könnte“, kommentiert Ebner.

„Leider wird dieser Inflationstrend weiter andauern. Kurzfristige Interventionen sind sicherlich wünschenswert und notwendig, aber mittelfristig müssen wir uns zwischen einer Wirtschaft, die durch Konsumwachstum angeheizt wird und einer nachhaltigen Wirtschaft entscheiden. Das wird jeden von uns mit einbeziehen, denn eine radikale Änderung der Energiepolitik wird sicherlich nicht kostenlos sein. Vielleicht müssen wir anfangen zu entscheiden, was wirklich unverzichtbar ist, und alles andere vermeiden", so abschließend der Generalsekretär.

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