Herausforderungen für 2022, Verwendung der Mittel des PNNR-Plans

Für den AGB/CGIL konzentrierten sich die Anstrengungen im Jahr 2021 auf den wirtschaftlichen Neustart, der leider durch die anhaltende Pandemie behindert wurde. Für 2022 fordert die Gewerkschaft die Politik auf, die Verwendung der PNNR-Mittel mit den Sozialpartnern zu diskutieren und die Empfänger der Mittel sorgfältig auszuwählen.

BILANZ – 2021 war ein schwieriges Jahr, das dennoch wichtige neue Entwicklungen brachte, wie Vertragserneuerungen, auf lokaler Ebene die Vereinbarung über den Solidaritätsfonds, das Gesetz über Mobbing und das Gesetz über Gewalt gegen Frauen, aber auch starke soziale Spannungen, von denen die CGIL mit dem Angriff auf den nationalen Sitz in Rom direkt betroffen war.

ZIELE - Auch 2022 wird sich der AGB/CGIL weiter für Gerechtigkeit einsetzen. Auf nationaler Ebene wird die Gewerkschaft gefordert sein, das wichtige Thema der Überwindung des Fornero-Gesetzes zu verfolgen. Der AGB/CGIL fordert die Provinz Bozen auf, einige Maßnahmen, z. B. bei den Zusatzrenten, gerechter zu gestalten. "Das sind sehr gute Maßnahmen, aber im Moment haben diejenigen, die mehr verdienen, eine höhere Rente und auch eine höhere Zusatzrente. Wenn wir hingegen auf die Arbeitgeberbeiträge einwirken würden, könnten wir vor allem jungen Menschen und Frauen eine stärkere zusätzliche Vorsorge-Säule garantieren", betont die Generalsekretärin Cristina Masera.

Der Einsatz zur Rückführung ausgelagerter Arbeitskräfte wird fortgesetzt, um das Lohngefälle zu verringern, insbesondere in einigen Dienstleistungsbereichen, in denen hauptsächlich Frauen beschäftigt sind.  Ein weiteres Ziel betrifft die Sicherheit am Arbeitsplatz, wobei hier nach drei Jahren das Sicherheits-Komitee immer noch nicht reaktiviert wurde, wie von den Gewerkschaften gefordert.

Nach Ansicht von Josef Lazzari vom Landessekretariat des AGB/CGIL ist es wichtig, das Problem der Energiekosten zu analysieren, sowohl im Hinblick auf die Bürger als auch als grundlegendes Element der Produktion.

MITGLIEDERWERBUNG – Der AGB/CGIL ist zufrieden damit, das Jahr 2021 mit rund 39.500 Mitgliedern abgeschlossen zu haben, was der Zahl für 2020 entspricht, erklärt der Organisationssekretär des AGB/CGIL, Fabio Parrichini. Bemerkenswert ist dabei, dass der Anteil der jungen Menschen unter 35 Jahren etwa ein Viertel der aktiven Mitglieder ausmacht. Die aktiven Mitglieder stellen 67 % aller Mitglieder dar, was einem Anstieg von 2 % gegenüber der Gesamtzahl der Mitglieder entspricht, wobei das Verhältnis zwischen Frauen (51 %) und Männern (49 %) sehr ausgewogen ist.

DIENSTLEISTUNGEN - Die Zahl der Gesuche des INCA- Patronats nimmt ständig zu: 2021 waren es insgesamt 54.334, über 2.000 mehr als im Vorjahr. Insbesondere gab es 3.300 Ansuchen für die verschiedenen Formen der Covid-Förderung (einschließlich der Gesuche für die Covid-Förderung durch die Autonome Provinz Bozen). Ungefähr 8.000 Anträge auf Familiengeld wurden ausgearbeitet und mehr als 2.000 Beratungen zur Elternschaft durchgeführt. Im Bereich der Renten wurden 2.280 Rentenanträge bearbeitet. Auch der Steuerdienst CAAF des AGB/CGIL schloss das Jahr 2021 mit steigenden Zahlen ab. Der Steuerdienst CAAF des AGB/CGIL bestätigte seine Position als erstes Steuerdienst in Südtirol in Hinblick auf die Mod.730, ISEE, EEVE/DURP und VSE. Die Zahl der bearbeiteten 730 Modelle belief sich auf 36.184, was einem Anstieg von 2,20 % entspricht, während die Zahl der ISEE-Bescheinigungen um 38,37 % auf 10.750 und die EEVE/DURP-Erklärungen um 6,65 % auf 42.361 gestiegen sind.

Im Jahr 2021 haben die Rechtschutzbüros der Gewerkschaft in Südtirol mehr als 3.500 Akten angelegt. Besorgniserregend ist die starke Zunahme von individuellen Streitgfragen, an denen Arbeitnehmer über 50 Jahre beteiligt sind.