Inflation. Ebner fordert sofortiges Handeln

„Die Inflation galoppiert, die Renten stehen still.  Die südtiroler Rentner gehen schwierigen Zeiten entgegen. Es sind Maßnahmen erforderlich, um die älteren Menschen mit geringen Einkommen als auch die Kaufkraft der Renten zu schützen“, so Alfred Ebner, Generalsekretär der Rentnergewerkschaft AGB/CGIL in einer Aussendung.

Laut den ISTAT-Daten steht Trentino-Südtirol mit einer Inflationsrate von +3,5 % im Vergleich zu Oktober 2020 an der Spitze der Liste. Nach Angaben der Gewerkschaft leiden die Rentner seit Jahren unter einer kontinuierlichen Erosion des Wertes ihrer Renten. Dies aufgrund des Mechanismus der bei der Aufwertung der Renten zur Anwendung kommt und der auf lokaler Ebene besonders schwer wiegt. Ebner ist besorgt über die sich anbahnende Situation: „Für uns ist es von grundlegender Bedeutung, dass die Kaufkraft der älteren Menschen nicht untergraben wird, daher müssen die Modalitäten zur Anpassung der Renten an die Inflation Priorität haben. Wir können den Rentnern keine weiteren Opfer abverlangen“.

Ebner betonte, dass es wichtig sei, sofortige Maßnahmen zu ergreifen, da der größte Anstieg der Inflation im Vergleich zum Vormonat im Bereich Wohnen, Wasser, Energie und Brennstoffe (+5,3%) zu verzeichnen sei, gefolgt von Gesundheit (+0,8%) und Verkehr (+0,6%). „Die Lebenshaltungskosten sind in vielen wichtigen Bereichen sehr hoch. Die Provinz muss vorbereitet sein, falls notwendig, mit angemessenen Mitteln zu intervenieren. Derzeit sind die Bezieher fester Einkommen nicht in der Lage, diese Lücke zu schließen, und besonders die zeitlich andauernden Unterschiede zwischen der Inflation und deren Ausgleich ist besorgniserregend", so Ebner abschließend.