LGR/SPI besorgt über die geringe Beteiligung der über 70-Jährigen an der Impfkampagne

Der Generalsekretär der Rentnergewerkschaft des AGB/CGIL, Alfred Ebner, ist davon überzeugt, dass dieser Rückstand bei den Impfungen wieder aufgeholt werden kann: „Bei allem Respekt für die Entscheidungen eines jeden Bürgers zu seiner Gesundheit, brauchen wir eine Informationsoffensive und eine Sensibilisierung durch die Institutionen unter Einbeziehung der Sozialpartner und derjenigen, die die älteren Menschen vertreten. Nur die Immunisierung eines großen Teils der älteren und gebrechlichen Menschen kann uns allmählich zum normalen Leben zurückführen. Der Nutzen der Impfung übersteigt die mit der Verabreichung des Impfstoffs verbundenen Risiken um ein Vielfaches, denn jeder schwere Krankheitsverlauf aufgrund von Covid19 ist ein Drama zu viel".

Derzeit ist die Beteiligung zu gering, um die Pandemie in kurzer Zeit zu überwinden, zumal die über 70-Jährigen ohnehin ein höheres Risiko haben, einen ernsten Krankheitsverlauf bei einer Covid19–Infektion zu erleiden. Nach Ansicht der Rentnergewerkschaft könnte die geringe Beteiligung das Ergebnis der Verwirrung sein, die um den Impfstoff von AstraZeneca entstanden ist, mit widersprüchlichen Angaben und Nachrichten über die angebliche Gefährlichkeit dieses Impfstoffs. Zuerst wurde dieser Impfstoff nicht für Menschen über 55 Jahre empfohlen, dann wurde er zum Hauptimpfstoff für Personen über 60 Jahre, die keine besonderen Krankheiten haben.

Die LGR/SPI ist überzeugt, dass sich die älteren Menschen nach der aktuellen Phase der Verwirrung wieder an der Impfkampagne beteiligen werden.  Die Rentnergewerkschaft lädt alle Menschen ein, sich in die Vormerkliste einzutragen, um sich selbst, aber auch ihren Angehörigen, unnötiges Leid zu ersparen.