Nationaler Streik im Bereich Warentransport, Logistik und Spedition 29. und 30. März

Wie die Fachgewerkschaften für den Transportsektor FILT CGIL, FIT CISL und Uiltrasporti mitteilen, ist der Streik auf den Abbruch der Verhandlungen zur Erneuerung des nationalen Tarifvertrags des Sektors zurückzuführen, der seit eineinhalb Jahren abgelaufen ist.

In Südtirol ist der Protest sehr groß, vor allem bei den Spediteuren und Zustellern, dem letzten Glied in der Kette des Online-Shoppings. Der E-Commerce-Sektor kennt keine Krise, im Gegenteil, er hat seinen Umsatz auch auf lokaler Ebene erheblich gesteigert, vor allem während der verschiedenen Covid19-bedingten Lockdowns.
Am Lager von DHL, einem der Unternehmen, die zusammen mit SDA und Bartolini in Bozen vertreten sind, fand heute (Montag, 29. März) eine Kundgebung der Transportgewerkschaften statt, um Rechte und einen angemessenen Lohn in diesem Sektor zu fordern. Anita Perkmann und Anna Falcone (FILT/GTV CGIL/AGB), Maurizio Albrigo (FIT SGBCISL) und Artan Mullaymeri (Uiltrasporti) sagten, sie seien erfreut über die massive Beteiligung der Arbeiter am Streik, die dadurch ein starkes Signal an den Sektor zu senden.

Modalitäten des Streiks: Spediteure, Kuriere, Mitarbeiter von Logistik- und Lieferkettenunternehmen, Unternehmen, die mit E-Commerce-Aktivitäten verbunden sind, sowie Unternehmen, die damit verbundene Dienstleistungen anbieten, werden am 29. März für 24 Stunden die gesamte Arbeit niederlegen. Für die Mitarbeiter von Transportunternehmen wird der Streik auf 48 Stunden für zwei volle Schichten am 29. und 30. März ausgeweitet. Für die Arbeiter aller Unternehmen, deren Tätigkeit den Transport von Treibstoff für das öffentliche Versorgungsnetz und Heizöl, die Abholung und Verteilung von Milch, den Transport von Medikamenten und Vorräten für Krankenhäuser und Pflegeheime, Grundnahrungsmittel, lebende Tiere umfasst, wird der Streik nur am Tag des 29. März für die gesamte Arbeitsschicht stattfinden.