Saisonarbeiter ohne finanzielle Unterstützung. „Die Leistungen müssen erhöht werden"

Der AGB/CGIL fordert eine Maßnahme, die gerechtere Antworten auf die Schwierigkeiten und Bedürfnisse der Saisonarbeiter im Tourismus gibt, mit einer spezifischen Erhöhung der Leistungen für diese Kategorie.

Wie die Sekretärin des AGB/CGIL, Cristina Masera, mitteilt, gehören die Saisonarbeiter im Tourismus zu den am stärksten von der Pandemie Betroffenen: Seit vielen Monaten sind sie ohne Einkommen und so wird es noch mindestens bis Ende Mai sein.
Für Cristina Masera sind die Gesamtleistungen für Saisonarbeiter völlig unzureichend: „Es entsteht de facto eine Ungleichheit. Das Maßnahmenpaket für den Covid-Notfall behandelt Arbeitnehmer ohne jedes Einkommen genauso wie diejenigen, die ein gewisses Einkommen behalten konnten. Beide Arbeitnehmergruppen erhalten gleich viel Geld, mit dem Unterschied, dass die Saisonarbeiter schon seit vielen Monaten nicht mehr arbeiten."
Auf lokaler Ebene sind die Regeln für den Covid-Notfallzuschuss für alle Sektoren gleich, und um zu den Begünstigten zu gehören, gibt es spezifische Anforderungen: 15 Tage Arbeitsunterbrechung wegen der Pandemie, zwischen Oktober 2020 und März 2021, und ein Familieneinkommen und Vermögen unter einem bestimmten Schwellenwert im Monat der Antragstellung. Wie Josef Lazzari vom Landessekretariat des AGB/CGIL klarstellt, sind diese Hilfen mit dem Lohnausgleich, einen eventuellen Gehalt oder anderen Einkünfte vereinbar, solange sie die Höchstgrenzen nicht überschreiten. Die finanzielle Zuwendung ist dabei für alle gleich und wird derzeit für drei Monate gezahlt, unabhängig von einer späteren Änderung der Einkommenslage.
Für den AGB/CGIL gibt es außerdem das Problem der fehlenden Sozialbeiträge. Eine Antwort könnte hier das Familienpaket der Region geben, das die freiwilligen Einzahlungen zurückzahlen könnte. Ein wenig Hilfe kommt aber auch vom Staat, der Saisonarbeitern eine einmalige steuerfreie Zahlung von 2.400 Euro gewährt.