Elternzeit, die Forderungen der Gewerkschaften

Die Covid - Pandemie stellt berufstätige Eltern auch in Südtirol weiterhin vor große Probleme. Bezüglich der Elternzeit für den Fall von Quarantäne oder der Unterbrechung der Lehrtätigkeit in Anwesenheit, haben die nationalen Gewerkschaftsverbände um ein dringendes Treffen mit dem Arbeitsminister Andrea Orlando und der Familienministerin Elena Bonetti gebeten.

Die Gewerkschaften sind der Meinung, dass angesichts der aktuellen Situation außerordentliche Maßnahmen und eine umfassende Reform des Elternurlaubs erforderlich sind. Die Pandemie hat in der Tat einmal mehr die Notwendigkeit unterstrichen, Familien mit einer Elternzeit von angemessener Flexibilität, Dauer und Vergütung zu unterstützen, um die Betreuung von Kindern während der Unterbrechung der Unterrichtstätigkeit oder der Quarantäne zu ermöglichen.

Die Gewerkschaftsbünde haben vor allem bezahlten Urlaub für lohnabhängig beschäftigte Eltern gefordert, der für die Abwesenheit von Arbeitsplatz genutzt werden kann und zwar in folgenden Fällen: für Kinder unter 14 Jahren, die in Schulen und Bildungsaktivitäten aller Stufen eingeschrieben sind und für die die Aussetzung der Unterrichtstätigkeit in Anwesenheit angeordnet wurde, unabhängig von der Risikobeurteilung, die für die jeweilige Region gilt.

Die Gewerkschaften fordern außerdem, dass der außerordentlichen Covid -Urlaub für Eltern im Falle der Quarantäne des Kindes, wie ursprünglich durch das Dekret "Cura Italia" bis Dezember 2020 vorgesehen, erneuert wird und weiterhin beansprucht werden kann. Der AGB/CGIL hofft, dass die Forderungen angenommen werden, um auch die Südtiroler Eltern in dieser schwierigen Situation zu unterstützen.