Öffentlicher Dienst: Zwangsurlaub ist nicht die Lösung im Lockdown

„Es kann nicht die Lösung sein, öffentlich Bedienstete – wie Hilfspersonal der Schulen und Schulwarte – in den Urlaub zu schicken, sobald es einen Lockdown gibt“. Dies betont die Generalsekretärin der Fachgewerkschaft Angelika Hofer.

Der öffentliche Arbeitgeber hat es nicht geschafft, sich mit den Sozialpartner zusammen zu setzen, um gemeinsam die Arbeitszeit der Bediensteten während der Zeit des erneuten Lockdowns zu besprechen. Es geht dabei um die öffentlich Bediensteten, welche nicht in Smartworking arbeiten und welche nicht essentielle und unaufschiebbare Dienste leisten müssen.

Laut ÖD/FP muss eine einheitliche Handhabe bezüglich der Arbeitszeit vereinbart werden für die verordnete Abwesenheit des Personals am Arbeitsplatz, wie für das Hilfspersonal der Schulen, Schulwarte, für das Personal von Krankenhausabteilungen, welche geschlossen bzw. wo die Leistungen aufs Minimun reduziert worden sind.
„Es kann nicht sein, dass Bedienstete unkontrolliert in Urlaub geschickt werden, ohne welchen zur Verfügung zu haben, dass Bedienstete Minusstunden anhäufen müssen, ohne klare Handhabe“, betont Hofer.

Die Arbeitszeit und die damit zusammenhängenden Maßnahmen sind kollektivvertragliche Bestimmungen und müssen mit den Sozialpartnern verhandelt werden. „Für uns absolut unverständlich ist das Stillschweigen, welches von der Generaldirektion ausgeht. Trotz schriftlicher Anfragen haben wir als Fachgewerkschaft Öffentlicher Dienst im AGB/CGIL keine Rückantworten erhalten. Anscheinend wird es nicht als notwendig erachtet, personalrelevante Themen mit den Sozialpartner zu besprechen“, sagt die Generalsekretärin in eine Aussendung abschließend.