Besorgtes Kindergartenpersonal: ÖDienst bemängelt fehlende Kohärenz in der letzten Dringlichkeitsmaßnahme

Der Kindergarten ist in Zeiten der Pandemie eine Herausforderung für Kinder, Eltern und für das Personal, denn die letzte Dringlichkeitsmaßnahme führt für die unterschiedlichen Bildungseinrichtungen unterschiedliche Regelungen ein, so die Gewerkschafterin Ulli Bauhofer der Fachgewerkschaft im Agb/Cgil.

Die letzte Dringlichkeitsmaßnahme des Landeshauptmannes sieht vor, dass die Kindergärten normal geöffnet bleiben, nur während der Faschingswoche bleiben sie geschlossen. Die Grundschulen sind bis Mittwoch offen, Mittel- und Oberschulen gleich ab Montag, den 08.02. schon im Fernunterricht. Unterschiedliche Bildungseinrichtungen, unterschiedliche Regelungen.

Unverständliche Regelungen aus der Sicht des pädagogischen Fachpersonals der Kindergärten: denn seit kurzem ist das Tragen der FFP2- Masken für das Personal nicht nur in den Kindergartenräumlichkeiten Pflicht, sondern auch während der pädagogischen Arbeit im Garten. Begründung: in den Kindergärten sind die Ansteckungen unter dem Personal weitaus höher als in anderen Bildungseinrichtungen.

Trotzdem bleibt der Kindergarten offen. Das Personal ist verunsichert: auf der einen Seite strengere Auflagen als anderswo, auf der anderen bleibt der Kindergarten in Betrieb und feiert Fasching. Ulli Bauhofer von der Fachgewerkschaft Öffentlicher Dienst im AGB/CGIL fordert seitens der Politik mehr Kohärenz und Rücksichtnahme auf die Situation des Personals und der Kinder in einer Einrichtung, wo Abstände nicht eingehalten werden können und Kinder keinen Schutz tragen.

„Wenn der Kindergarten als besonders gefährdet eingestuft wird, warum bleibt er regulär offen?“, fragt sich Bauhofer. „Soll das Infektionsgeschehen auch in den Kindergärten eingedämmt werden, dann sollen kurzfristig auch sie wie die restlichen Bildungseinrichtungen grad zu Karnevalszeiten schließen, langfristig aber dem Personal die Möglichkeit regelmäßiger Tests geboten werden und es nicht zuletzt auch bei den Impfungen vordergründig berücksichtigt werden“.

Die Fachgewerkschaft erwartet sich von der Politik, dem Kindergartenpersonal nicht nur die FFP2-Masken aufzusetzen, sondern zumindest gleich den Grundschulen keinen Fasching zu bescheren.