Masera: „Die Uneinigkeit in der Landesregierung ist bedenklich“


Für die Generalsekretärin des AGB/CGIL, Cristina Masera, ist es in Zeiten wie diesen sehr bedenklich, wenn die Landesregierung intern gespalten ist.

Angesichts einer alarmierenden Neuinfektionsrate hat die Gewerkschaft kein Verständnis für die Position von Gesundheitslandesrat Thomas Widmann, der die gesundheitliche Situation als nicht bedenklich ansieht und die immer noch hohe Zahl von Krankenhaus- und Intensivpatienten als tragbar erklärt.
Für den AGB/CGIL ist es nicht nachvollziehbar, dass die stabile Auslastung von Betten und Intensivbetten zur Bewertung des Pandemieverlaufs herangezogen wird. Anderswo zielen die Maßnahmen immer darauf ab die Infektionsraten zu senken, die Covidabteilungen der Krankenhäuser zu leeren und das Gesundheitspersonal zu entlasten.
„Dies sollte eigentlich der Moment des Zusammenhalts sein. Die Entscheidungen, die in den letzten Monaten gefällt wurden, riskieren hingegen unsere Wirtschaft zu schädigen. Für eine Tourismusregion und einer Wirtschaft mit vielen exportierenden Unternehmen als Hochrisikogebiet eingestuft zu werden, ist unmittelbar ein unkalkulierbarer wirtschaftlicher Schaden und mittelfristig ein enormer Imageschaden“, so Masera.
"Wesentlich wäre daher ein Diskussionstisch mit der Einbeziehung von wissenschaftlichen Beratern, an dem Einzelinteressen überwunden werden, um mittel- und langfristige Lösungen zu verabschieden, anstatt von Woche zu Woche einer Notstrategie hinterherzulaufen", so die Generalsekretärin in einer Mitteilung.