Nicht-Covid-Stationen laufen auf Sparflamme, besonders ältere Menschen und chronisch Kranke sind betroffen

Die Rentnergewerkschaft des AGB/CGIL ist tief besorgt über die Aussagen des Primars Reinhold Perkmann: Wegen Personalmangels laufen die Nicht-Covid-Stationen in Südtirols Krankenhäusern auf Sparflamme.

Diese Situation hat längerfristig schwerwiegende Auswirkungen auf den Gesundheitszustand von älteren, pflegebedürftigen und chronisch kranken Menschen. Für den Generalsekretär der Rentnergewerkschaft LGR/SPI, Alfred Ebner, wird die Gesundheit jener Menschen beeinträchtigt, die eine fristgerechte Behandlung ihrer akuten und chronischen Krankheiten benötigen: „Wir fordern, dass Lösungen für die Wiederaufnahme der, zur Zeit, eingeschränkten Tätigkeiten gesucht werden, insbesondere für die Behandlung chronischer Krankheiten.“
Die Rentnergewerkschaft ist mit den Beschäftigten im Sanitätsbereich solidarisch und hält es für inakzeptabel, dass angesichts der Alarmstimmung im Gesundheitsbereich dieses Thema im Moment kaum als Problem wahrgenommen wird.
„Wir verstehen die zahlreichen Forderungen eines Teils der Wirtschaft, um arbeiten zu können. Ebenso wichtig sind aber auch die Sorgen des Gesundheitspersonals, das an vorderster Front tätig und im Dauerstress ist, angesichts der vielen Neuinfektionen, die nicht auf ein absehbares Ende der Pandemie hindeuten. Die zeitliche Verschiebung notwendiger Leistungen kann nicht zum Dauerzustand werden. Man muss endlich allen Gesundheitsleistungen mehr Aufmerksamkeit widmen. Deshalb sollte man bei den zu treffenden Entscheidungen nicht nur die Infektionszahlen von Covid19, die natürlich der wichtigste Aspekt sind, berücksichtigen, sondern die Gesamtsituation im Gesundheitsbereich“, so Ebner in einer Mitteilung.