Vermeidung der „dunkelroten Zone“ für Südtirol


„Die aktuellen epidemiologischen Daten in Südtirol sind eine Warnung, die die Verantwortlichen auffordert, die Situation mit größter Aufmerksamkeit zu beobachten, um die von Brüssel angekündigte dunkelrote Zone zu vermeiden“, so die Generalsekretärin des AGB/CGIL, Cristina Masera in Bezug auf den Vorschlag der Europäischen Kommission, die Provinz Bozen als „dunkelrotes“ Gebiet einzustufen. Daher sind die angekündigten Maßnahmen zweifelsohne nachvollziehbar.

„Schließungen sind sicherlich schmerzhaft, aber im Kampf gegen die Pandemie wären weitere Verzögerungen möglicherweise nicht zu verantworten“, so die Generalsekretärin des AGB/CGIL. Die Tatsache, dass Südtirol in der neuen Klassifizierung enthalten ist, weil mehr Tests durchgeführt und folglich mehr Personen als positiv identifiziert werden, ändert laut AGB/CGIL nichts an der Realität: „Wir haben fast 700 Neuinfektionen auf 100.000 Bürger innerhalb von 7 Tagen und das sind Zahlen, die das Gesundheitssystem gefährden könnten. Außerdem beeinträchtigt die ständige Belegung der Krankenhausbetten die Möglichkeit von chirurgischen Eingriffen“, so Masera weiter.


Durch eine dunkelrote Einstufung würden alle Branchen, die mit dem Ausland und in anderen Regionen arbeiten, massiv geschädigt.
„Die Maßnahme sollte die Ausbreitung neuer Mutationen des Virus verhindern. Diese muss mit aller Konsequenz bekämpft werden. Als dunkelrote Zone eingestuft zu werden, schadet aber unserer Wirtschaft, vor allem untergräbt dies das Image unseres Landes, besonders im Ausland“, so die Generalsekretärin weiter.
Der AGB/CGIL unterstützt daher nachdrücklich jegliche Maßnahme, die zur Reduzierung der leider immer noch zu hohen Infektionszahlen beitragen.


Die neuerlichen Schließungen und der Ratschlag im Falle eines möglichen Risikos FFP2 zu tragen gehen in die richtige Richtung. Wichtig ist aber eine rigorose Einhaltung der Bestimmungen und angemessene Kontrollen.