LGR/SPI: Busfahrpläne nur online, Polemik hätte man vermeiden können

„Wir fordern die Verantwortlichen für den öffentlichen Personennahverkehr auf, die Seniorenvertreter zukünftig zu informieren und einzubeziehen, um Polemiken und mögliche Missverständnisse bereit im Vorfeld zu vermeiden“: So lautet der Appell der Rentnergewerkschaft im AGB/CGIL hinsichtlich der Diskussion um die Busfahrpläne, die nicht mehr gedruckt werden sollen.
Die Gewerkschaft ist sich bewusst, dass sich die Information und Kommunikation ins Web verlagert hat, erinnert jedoch daran, dass es notwendig ist, bei solchen Schritten ein gradueller Übergang zu gewährleisten, um zu vermeiden, dass es zu einer digitalen Kluft kommt, die bekanntlich vor allem ältere und benachteiligte Menschen betrifft.
Die Rentnergewerkschaft des AGB/CGIL bedauert, dass trotz der viel gepriesenen Sozialpartnerschaft niemand daran gedacht hat, die Vertreter der älteren Menschen einzubeziehen. Für die Gewerkschaft gilt auch nicht die Ausrede, dass wegen des Covid die Fahrpläne andauernd Änderungen unterworfen sind und dass ein gedruckter Fahrplan deshalb wenig aussagekräftig ist, denn sicherlich wird es weiterhin ein stabiles System an Verbindungen geben, das dann, je nach Bedarf, mit außerordentlichen Fahrten ergänzt wird.
Die Rentnergewerkschaft versteht auch dann nicht den Grund für die Änderung der Bezeichnung für die Linie 18, die von nun an 111A heißt. Seit 2018 haben die außerstädtischen Linien Nummern über 100. Zum Beispiel fährt die Linie 111 zwischen Bozen und dem Industriegebiet von Leifers. Die Eröffnung einer 111A-Linie wird nur Verwirrung stiften, und wie die Gewerkschaft erfahren hat, sind einige ältere Menschen bereits im Bereich Salewa statt in Leifers gelandet.