AGB/CGIL zur Wiedereröffnung: „Vorsicht geboten“

Der AGB/CGIL ist mit der umsichtigen Linie, die Landeshauptmann Arno Kompatscher in dieser heiklen Phase der Epidemie gewählt hat, voll und ganz einverstanden.

Bei der Wiederaufnahme der Aktivitäten mahnt die Sekretärin Cristina Masera zur Vorsicht: „Der Druck auf die Krankenhäuser ist immer noch zu groß und wir haben täglich eine hohe Zahl von Todesfällen“.
Der AGB/CGIL versteht die Probleme der Wirtschaft, er hat auch ein Abkommen mitunterzeichnet, das es vielen Unternehmen ermöglicht hat, weiterhin sicher zu arbeiten. Die Gewerkschaft warnt jedoch vor den Gefahren einer zu überstürzten Wiedereröffnung: „Lieber jetzt noch vorsichtig sein, in der Hoffnung auf eine baldige Verfügbarkeit eines Impfstoffes, als das Risiko eines ständigen 'Stop and Go', das für die Wirtschaft noch schädlicher ist.“
Die Gewerkschaft begrüßt die Wahl des Landeshauptmanns, mit der italienischen Regierung und Partnern jenseits der Alpen zusammenzuarbeiten, und hofft, dass bei künftigen Entscheidungen weiterhin der Rat von Experten berücksichtigt wird, ohne denjenigen nachzugeben, die ihre legitimen Interessen manchmal über die Dynamik der Epidemie stellen.
Der AGB/CGIL hat sich nachdrücklich für das Massenscreening ausgesprochen, wodurch ein genaueres Bild vom Phänomen der asymptomatischen Personen gewonnen werden konnte. Selbst wenn das Ergebnis des Massentest beruhigend ist, wäre es laut Masera gefährlich, sich zum jetzigen Zeitpunkt zu entspannen: "Wir befinden uns in der Wintersaison und die Viren verbreiten sich bei Kälte sehr stark. Die saisonale Grippe könnte sich mit den Covid-Infektionen überschneiden, wodurch eine Mischung entstünde, die für Gesundheitseinrichtungen schwer zu handhaben wäre".
„Die Devise lautet deshalb Vorsicht: Wir sind sie vor allem den vielen Bürgern schuldig, die am Massenscreening teilgenommen haben, und all jenen, die sich stets an die Antiviren-Bestimmungen gehalten haben“, so Masera abschließend.