Rentnergewerkschaften: „Erneuten Angriff auf die Renten vereitelt“

„Mit einer Blitzaktion im Haushaltsgesetz wollte die Regierung die neuen Regeln für die Anpassung der Renten um ein Jahr verschieben. Diese sollten erst am 1. Januar 2023 beginnen. Nach dem gemeinsamen Protest der Rentnergewerkschaften hat die Regierung den umstrittenen Artikel gestrichen. Aber wir sind nicht beruhigt und werden weiterhin wachsam sein, denn seit Jahren gibt es immer wieder Einsparungen bei den Renten, um den öffentlichen Haushalt auszugleichen“, bestätigen die Rentnergewerkschaften von AGB/CGIL, SGBCISL, UIL/SKG und ASGB in einer gemeinsamen Aussendung.

Die Südtiroler Rentnergewerkschaften erinnern daran, dass viele Rentner seit Jahren nicht in den Genuss eines vollständigen Inflationsausgleichs kommen, laut der Teuerungsrate die auf zentraler Ebene vom ISTAT als Berechnungsgrundlage herangezogen wird. Dies führt zu einem bleibenden Verlust, der sich im Laufe der Jahre summiert und für viele Rentner erhebliche Beträge ausmachen kann.

„Wir sind nicht länger bereit, als Bankomat für den Staat zu fungieren, und wir werden alle notwendigen Schritte unternehmen, um die Kaufkraft der älteren Menschen zu sichern.  Laut der momentanen Gesetzeslage dürften somit ab dem 1. Januar 2022 die neuen Regeln zur Aufwertung der Renten in Kraft treten, der vorbehaltlich weiterer Überraschungen, die Kaufkraft der Renten besser schützen wird. Vorgesehen sind drei Koeffizienten: 100 % bis zum Vierfachen der Mindestrente; 90 % zwischen den Vier- und dem Fünffachen; 75 % für die Quote ab dem Fünffachen“, erläutern die Rentnergewerkschaften in einer Aussendung.

„Für 2021 wurde ein Index von 0,0 % festgelegt. Daher wird sich der Betrag der Renten  für 2021 nicht ändern. Dabei ist zu bemerken, dass auf lokaler Ebene die tendenzielle Inflation für 2020 immer noch nahe bei 1 % liegt. Diese summiert sich mit dem Kaufkraftverlust von 7 %, der sich im letzten Jahrzehnt angesammelt hat“, bestätigen abschließend die Rentnergewerkschaften.