Fahrradkuriere wehren sich gegen Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen

Die Fahrradkuriere für Speisen (Riders) in den Städten Italiens wehren sich gegen die Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingung. Jetzt, wo wieder coronabedingte Einschränkungen des öffentliches Lebens auf uns zukommen, werden Riders unentbehrlich und sie wollen den Missstand in ihrer Kategorie aufzeigen.

Der  Kollektivvertrag, unterzeichnet zwischen Assodelivery und UGL am 15. September, ist nicht nur von zweifelhafter Legimitierung, sondern auch ein Schlag ins Gesicht aller Fahrradkuriere, denn ihre Arbeitsbedingungen wurden nicht verbessert, sondern verschlechtert. Der Akkord ist weiterhin die vorherrschende Arbeitsform, ein Stundenlohn für Zeitspannen ohne Bestellung gibt es weiterhin nicht. Die Entschädigungen für die Zustellung sind gestaffelt je nach Zeitaufwand und Distanz und könnten somit niedriger ausfallen als bisher.

Ein Erpressungsversuch einer der Plattformen trägt nicht zur Entspannung der Lage bei: es wird von den Riders verlangt, die Bedingungen des umstrittenen Kollektivvertrag schriftlich zu akzeptieren oder auf die Mitarbeit zu verzichten.

Die Rider verlangen die Anerkennung derselben Rechte und Schutzbestimmungen, wie sie auch andere Arbeitnehmer haben. Es kann nicht sein, dass es Arbeitnehmer der Kategorie A und jene der Kategorie B gibt. Die CGIL hat für den 30. Oktober ein „Tag der Mobilmachung“ ausgerufen.