AGB/CGIL: „Anti-Covid-Regeln gehen in die richtige Richtung“

Der AGB/CGIL ist der Ansicht, dass die von Präsident Arno Kompatscher angekündigte Verschärfung der Anti-Covid-Regeln in die richtige Richtung geht.

Nach Ansicht der Gewerkschaft müssen angesichts des starken Anstiegs der Infektionen alle notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, um einen neuen Lockdown zu vermeiden und die Situation erlaubt auch im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, die gerade in diesen Tagen zu drastischen Maßnahmen gezwungen sind, kein weiteres Zögern.

Dem AGB/CGIL ist es ein Anliegen, die Gesundheit der Bürger zu schützen, die immer Vorrang hat, ohne jedoch die wirtschaftlichen Aktivitäten lahm zu legen die unbedingt notwendig oder mit der gegebenen Situation vereinbar sind. Wie die Gewerkschaft betont, funktioniert die Wirtschaft nicht, wenn die Bürger übermäßig beunruhigt sind, wie die Schwierigkeiten einiger Sektoren, angefangen beim Tourismus, zeigen. Auf einem globalen Markt wirken sich zusätzlich auch Entscheidungen, die anderswo getroffen werden, auf unsere Realität aus.

Der AGB/CGIL war schon immer zutiefst von der Autonomie überzeugt, aber dieser Wert erfordert lineare Entscheidungen. Falls der Eindruck entsteht, dass Opportunismus dahintersteckt stellt man die Glaubwürdigkeit Südtirols in Frage. Dies kann bei einem allzu plötzlichen Umdenken leicht der Fall sein.

„Es hinterlässt einen bitteren Beigeschmack, bei der Öffnung einiger Aktivitäten zum autonomen Weg zurückzukehren, um dann eine frühzeitige Schließung zu fordern, wie sie in den Richtlinien der italienischen Regierung vorgesehen ist, um die beträchtliche Wirtschaftshilfe nicht zu verlieren", heißt es in einer Aussendung.

Die Gewerkschaft ist zweifelsfrei damit einverstanden, die durch diese Abriegelung geschädigten Unternehmen zu unterstützen und die Beschäftigung zu sichern. Der AGB/CGIL ist jedoch ernsthaft besorgt, dass die Entscheidungen der Lokalpolitik anscheinend von einigen Lobbys beeinflusst werden, während alle anderen Sozialpartner außen vor bleiben.

„Wir alle hoffen, dass die Maßnahmen, die eingeführt werden, die Infektionskurve soweit senken werden, bis wir entweder die Krankheit heilen können oder einen oder mehrere Impfstoffe zur Verfügung haben. In diesem Moment können wir alle Bürger nur dazu auffordern, die Regeln zu respektieren und alle Maßnahmen, die dazu beitragen, die Infektionskette zu unterbrechen, gewissenhaft zu befolgen", schließt die Mitteilung.