Gesundheitswesen. Landesrat Widmann trifft sich mit den Rentnergewerkschaften „Stärkung der Basismedizin ist vorrangig“

Die Rentnergewerkschaften von ASGB, AGB/CGIL, SGBCISL und UIL-SGK beurteilen das jüngste Treffen mit Provinzialrat Thomas Widmann als sehr positiv, vor allem in Hinsicht auf die die gegebenen Informationen und die eingegangenen Verpflichtungen zur Stärkung der öffentlichen Gesundheit.

Widmann stimmt mit den Gewerkschaften darin überein, dass die Bedeutung der lokalen Medizin und der Krankenhäuser in den Bezirken gestärkt werden sollte. Für den Fall einer neuen Covid-Welle wird die Möglichkeit der Eröffnung weiterer spezieller Sondereinheiten der Assistenzkontinuität ins Auge gefasst, derzeit ist nur eine Station in Bozen aktiv. Die Sondereinheiten würden zu wichtigen medizinischen Anlaufstellen in den Bezirken werden, wie etwa Krankenhäuser und Apotheken. In diesem Sinne liegt ein Schwerpunkt auch auf der Ausbildung von Familienkrankenschwestern in der Claudiana und dem Aufbau von Häusern der Gesundheit.

Die Gewerkschaften besprachen mit dem Landesrat auch das Problem der langen Wartelisten, das sich durch die Pandemie noch verschärft hatte. Gegenwärtig dauert es zu lange, einen Termin bei Fachärzten zu bekommen, was für Menschen mit schweren Krankheiten oder chronischen Gesundheitsproblemen noch problematischer ist. Bei diesem Treffen mit den Sozialpartnern hob der Landesrat das Problem des immer noch ungelösten Mangels an Ärzten und Gesundheitspersonal hervor. In diesem Zusammenhang sagte der Landesrat, dass Vereinbarungen mit italienischen und ausländischen Universitäten geplant sind, um Ärzte für das den lokalen Gesundheitsdienst auszubilden.

Auch das Funktionieren der neuen Notaufnahme, die allzu oft von Patienten aufgesucht wird, die sich an die Hausärzte wenden sollten, ist noch zu verbessern. Hinzu kommt das Problem der Angemessenheit von Verschreibungen im Allgemeinen, ein Thema, das sicherlich nicht leicht zu behandeln ist und mit der Stärkung der Rolle des Hausarztes zusammenhängt.

Im Falle einer neuen Covid-Welle werden versucht werden, einen Weg zu finden, der sichere Besuche von Familienmitgliedern bei ihren Verwandten in den Seniorenheimen ermöglicht, um den menschlichen Kontakt aufrecht zu erhalten.

Auf regelmäßige Treffen mit den Sozialpartnern angesprochen, schlug Landesrat Widmann vor, zwei oder drei Treffen pro Jahr anzusetzen und dann mit seinen Mitarbeitern thematische Vergleiche für etwaige vertiefende Gespräche zu organisieren.