Private Sanität: Streik am 16 September für einen Kollektivvertrag, der seit 14 Jahren nicht erneuert ist

Die Fachgewerkschaften Öffentliche Dienste von CGIL, CISL und UIL haben auf gesamtstaatlicher Ebene für Mittwoch, den 16. September, einen ganztätigen Streik in der privaten Sanität ausgerufen.

Der Protest richtet sich gegen die Entscheidung der Arbeitgeberverbände ARIS und AIOP, den neuen Kollektivvertrag nicht definitiv zu unterschreiben, obwohl sie im Juni noch das Abkommen vorunterzeichnet hatten. Dies, nachdem dieser Kollektivvertrag seit 14 Jahren nicht mehr erneuert worden ist.

Zudem hatten Gesundheitsminister Speranza und die Staat-Regionen-Konferenz einer Finanzierung von 50% der Kosten für die Vertragserneuerung zugestimmt, indem die Tarife zugunsten der akkreditierten Strukturen überarbeitet worden wären.

Ohne Vertragserneuerung besteht das Risiko, dass noch mehr Beschäftige von der Privatsanität in das öffentliche Gesundheitswesen wechseln und die Attraktivität der Arbeitsplätze in der Privatsanität noch weiter sinkt.

Auf Landesebene arbeiten die Gewerkschaften auf einen territorialen Zusatzvertrag für alle Strukturen der privaten Sanität hin. Gesundheitslandesrat Widmann hat bislang aber auf zwei schriftliche Anfragen nicht reagiert.

In Südtirol sind rund 2.000 Personen von dieser Kollektivvertragserneuerung betroffen. Privatsanität bedeutet in Südtirol wichtige Anlaufstellen für die Bevölkerung wie die Privatkliniken Marienklinik, Villa Melitta, Bonvicini, St. Anna und die Lebenshilfe.