Rentnergewerkschaft AGB/CGIL: Alfred Ebner zum Generalsekretär gewählt

„Aktives Altern, Aufwertung der Renten und Sicherung der Gesundheit“: Dies sind die Punkte, auf die Alfred Ebner, der während der Generalversammlung zum Generalsekretär der Rentnergewerkschaft LGR/SPI gewählt wurde, sein Augenmerk richten wird.

Alfred Ebner tritt die Nachfolge von Gastone Boz an, der die Rentnergewerkschaft seit sechs Jahren geführt hat. Die LGR/SPI zählt über 13.000 Mitglieder. An der Versammlung in Tiers haben der Organisationssekretär des nationalen SPI, Stefano Landini, die Generalsekretärin des AGB/CGIL, Cristina Masera und Vertreter der Rentnergewerkschaften von SGB/CISL, SGK-UIL und ASGB teilgenommen, ebenso das Sekretariat des SPI von Mantua, mit dem die LGR/SPI eine Partnerschaft unterhält.
Bei der Generalversammlung wurde auch das neue Sekretariat der LGR/SPI, bestehend aus Agostino Accarrino und Elida Della Lucia (im Bild), gewählt, das den neuen Generalsekretär in den kommenden Jahren unterstützen wird.

Boz hat in seiner Rede vor rund fünfzig TeilnehmerInnen eine Bilanz der von der LGR/SPI erreichten Ziele gezogen, darunter die Unterzeichnung wichtiger Einvernehmens-Protokolle mit der Abteilung für Gesundheit und Sozialpolitik der Provinz Bozen, mit dem WOBI/IPES, dem Betrieb für Sozialdienste ASSB und der Gemeinde Bozen. Der scheidende Generalsekretär betonte auch die Bedeutung der ausgezeichneten einheitlichen Beziehungen mit den anderen Gewerkschaften.

Der neue Generalsekretär Ebner hat in seinem Beitrag über die Bedeutung einer Politik des aktiven und gesunden Alterns gesprochen. „Mittlerweile gibt es vier oder fünf Lebensphasen, deshalb brauchen wir menschenfreundliche Städte und Investitionen in Innovation, Robotik und Hausautomation, um das Leben der älteren Menschen zu verbessern und neue Arbeitsplätze für junge Menschen zu schaffen“, so Ebner.
Im Hinblick auf den Schutz der Kaufkraft der Renten sei eine große Steuerreform notwendig, die die Steuern für Arbeitnehmer weiter senkt und gleichzeitig auch die Steuern für Rentner reduziert.
Der neue Generalsekretär unterstrich dann die Notwendigkeit einer freien und universellen öffentlichen Gesundheitsversorgung. In Bezug auf die Heimeinrichtungen für ältere Menschen bekräftigte er, wie wichtig es sei, diese durch eine Stärkung des Gesundheitspersonals neu zu organisieren. „Was während des Covid-19-Notstandes geschehen ist, darf nie wieder geschehen. Die lokale Medizin und die Hauspflege müssen gestärkt werden und dem Krankenhausaufenthalt vorgezogen werden, wo immer dies möglich ist“, so Ebner abschließend.