AGB/CGIL: Lokale Maßnahmen für Phase 3 notwendig

Der Einbruch des Arbeitsmarktes ist beunruhigend. Dies geht sowohl im Vergleich mit den Daten des ASTAT, als auch mit jenen des Amtes für den Arbeitsmarkt hervor. Laut Arbeitsamt waren im Februar 214.000 Lohnabhängige registriert, im Mai 192.000. Der Rückgang hat hauptsächlich die befristeten Arbeitsverträge und die prekär Beschäftigten betroffen. Eine große Anzahl an Personen befindet sich in der Ausgleichskasse und diese gelten statistisch als beschäftigt.

„Mit dem Ende des Entlassungsstopps am 17. August dürfte sich die Situation verschlechtern und daher sind die gesamtstaatlichen Gewerkschaften bemüht einen weiteren Aufschub bis 31. Oktober auszuhandeln. Dies gilt auch für die Ausgleichskasse“, so der AGB/CGIL.

„Lokale zusätzliche Maßnahmen bei der Ausgleichskasse und beim Arbeitslosengeld sind sicherlich wünschenswert in diese Ausnahmesituation“, betont die Gewerkschaft. Nach dem Auslaufen des Entlassungsstopps brauche es aber strukturelle Maßnahmen wie die Stärkung der Arbeitsvermittlung, der Beratung für Arbeitnehmer und zielgerichtete Aus- und Weiterbildungsangebote für eine rasche Wiedereingliederung in die Arbeitswelt für jene, die ohne Arbeit bleiben. „Auch bei der Wirtschaftsförderung dürfen wir nicht mit der Gießkanne vorgehen, sondern vermehrt in die notwendigen Infrastrukturen, in Innovation und in die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe investieren“, so der AGB/CGIL.

„Nicht zuletzt wird auch bei einer Besserung der Lage, von der wir überzeugt sind und für die wir uns einsetzen werden, hauptsächlich befristete und prekäre Einstellungen geben, zumindest bis die wirtschaftlichen Perspektiven der Betriebe sich nicht längerfristig stabilisieren“, erklärt die Gewerkschaft abschließend.