Phase 3: Ressourcen für eine Arbeitswelt im Wandel

„In der Phase 3 müssen die notwendigen Ressourcen bereitgestellt werden, um die Veränderungen in der Arbeitswelt zu meistern“. Dies fordert der AGB/CGIL unter Bezugnahme auf die im Bericht über den Arbeitsmarkt in Südtirol enthaltenen Daten. Für die Gewerkschaft sind Ausbildung und Umschulung für diejenigen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, sowie zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Arbeitsvermittlung und eine gezielte Beratung der Schlüssel zur Überwindung der Krise.

„Wir stehen vor einer völlig neuen Situation in diesem Land. Bislang geht es beim Einbruch der Beschäftigung um nicht verlängerte befristete Verträge und das Aussetzen von bereits geplanten Einstellungen. Frauen sind momentan besonders betroffen. Mit dem möglichen Ende des Moratoriums für die Entlassungen droht sich die Situation noch erheblich zu verschlechtern, und es droht ein schwieriger Herbst für die Arbeitswelt“, betont die Sekretärin Cristina Masera.

Zukünftige Entwicklungen sind sehr stark mit den Entwicklungen in anderen Ländern verbunden, die seit jeher einen starken wirtschaftlichen Austausch mit Südtirol pflegen. Für den AGB/CGIL wird die Zukunft ohne eine Erholung des Tourismus und der Exporte kein Zuckerschlecken sein.

„Der in Vorbereitung befindliche Mehrjahresplan zur Arbeit muss Antworten auf eine deutlich veränderte Situation geben. Es muss auch eine Strategie gefunden werden, um die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie durch Abkommen zwischen den Sozialpartnern und der Politik zu verbessern. In diesem Zusammenhang muss auch das Smart Working berücksichtigt werden, das nicht immer die positiven Auswirkungen hat, von denen andauernd gesprochen wird“, so die Sekretärin.

„Um diese Ausnahmesituation zu überwinden, müssen schließlich die Ausgleichkasse und die anderen Zusatzleistungen vereinfacht und vereinheitlicht werden, um schnelle Hilfen zu gewährleisten. Dies gilt auch für die Hilfen seitens der lokalen Politik“, so der AGB/CGIL abschließend.