Die Beibehaltung des Zwei-Meter-Abstands ist positiv

„Die Beibehaltung der Zwei-Meter-Regel in der Provinz Bozen auch in den Bereichen, die auf dem Staatsgebiet auf nur einen Meter reduziert sind, ist ein Zeichen politischer Kohärenz, in der Politik leider ein Wert, der immer seltener wird". So würdigt der AGB/CGIL die Position des Landeshauptmanns Arno Kompatscher.

Für die Gewerkschaft mangelt es hingegen an Kohärenz für einige Wirtschaftsvertreter, die es gewohnt sind, alle möglichen Vorteile zu nutzen, selbst wenn sie das Ergebnis von Entscheidungen einer zentralistischen Regierung sind. Laut AGB/CGIL ist die Entscheidung des Südtiroler Landeshauptmannes, mit der Entscheidung über eine weitere Lockerung der Regeln bis zum Ende der Inkubationszeit abzuwarten, auch ein Akt der Besonnenheit und Verantwortung gegenüber den Bürgern.
Einige Gewerkschafter wurden kürzlich von Landesrat Philipp Achammer beschuldigt, der Autonomie Südtirols skeptisch gegenüberzustehen und römischen Entscheidungen unterworfen zu sein. „Diesbezüglich wäre es angebracht auch Namen und Fakten zu nennen, ohne in die Menge zu schießen. Es ist auch inakzeptabel brennende Fragen zum Gesundheitsschutz mit der Autonomie zu verwechseln. Wir haben es mit einem Virus zu tun, das immer noch gefährlich ist. Virologen, Epidemiologen und Ärzte drängen die Politiker nach wie vor zur Wachsamkeit, und das ist auch unser Anliegen", so der AGB/CGIL.
Schließlich kann es nach Ansicht der Gewerkschaft keinen Anspruch auf eine bedingungslose Zustimmung für Entscheidungen geben, über die die Gewerkschaften nie informiert oder mit einbezogen worden sind. „Es hat Tradition jede Kritik als Angriff auf die Autonomie anzusehen, um eine Diskussion zu den jeweiligen Inhalten zu vermeiden“, so die Note abschließend.