Unfälle. AGB/CGIL: „Auf Probleme hinzuweisen ist richtig“


„Wer sich in diesem Land nicht dem Willen der Mehrheit anschließt, wird als unverantwortlich gebrandmarkt". Dies erklärt die Sekretärin der Südtiroler CGIL, Cristina Masera, zur scharfen Kritik von Philipp Achammer. Der SVP-Obmann hat einigen Gewerkschaften vorgeworfen, „mit der Angst zu spielen“, weil sie auf das Risiko eines fehlenden Versicherungsschutzes bei einer frühen Öffnung in Südtirol aufmerksam gemacht haben.

Für den AGB/CGIL lassen Angriffe dieser Art den Verdacht aufkeimen, dass einige Aussagen der lokalen Politik auch anfechtbar sind.
Die Gewerkschaften setzen sich, wie immer, für die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer, Familien und Bürger ein. Daher fordert der AGB/CGIL die Politik auf, die Polemiken beiseite zu legen, weil es nun gilt die komplexe Phase 2 zu bewältigen. Es gibt viele offene Fragen, wie z.B. die Rückkehr der Eltern in den Beruf mit der Erziehung der Kinder vereinbar ist. „Das Gesetz sieht einen Notdienst bis Mitte Juni vor, richtigerweise begleitet von strengen Vorschriften. Es gibt keine Ideallösung, aber ein Kompromiss zwischen den verschiedenen Bedürfnissen ist sicherlich notwendig“, so Masera. Für AGB/CGIL müssen die Gesundheitsrisiken dabei auf ein Minimum reduziert werden, angefangen beim beteiligten Schulpersonal, den vorgesehenen Schutzausrüstungen und den dazu notwendigen präventiven Abstrichen".
Nach Ansicht der Gewerkschaft schränkt dies die Möglichkeiten der Strukturen ein und erfordert eine beträchtliche Anzahl von Pädagogen. Dies legt nahe, dass Prioritätskriterien entwickelt werden müssen. Da dies für die betroffenen Familien Auswirkungen auf die Vereinbarkeit von Arbeit und Kinderbetreuung hat, hält es der AGB/CGIL für notwendig den Gewerkschaftsbünden eine konkrete Rolle bei der Suche nach Lösungen einzuräumen.
Für Masera muss die Frage des Vorrangs beim Zugang mit größtmöglicher Transparenz behandelt werden. Einige neue Situationen, wie z.B. das Homeoffice und verwandte bzw. neue Themen, sollten ebenfalls diskutiert werden.