Die Fachgewerkschaften Öffentlicher Dienst im AGB/CGIL, SGK/UIL, GS und AGO haben Einvernehmensprotokoll mit Land nicht unterzeichnet.
Fragwürdige Vorgehensweise

Die Fachgewerkschaften Öffentlicher Dienst im AGB/CGIL und SGK/UIL sowie der Verband SAG (GS und AGO) haben das Einvernehmensprotokoll zur Arbeitszeit nicht unterzeichnet und nur drei der sechs auf bereichsübergreifender Ebene repräsentativen Gewerkschaften haben es mit der Öffentlichen Delegation unterzeichnet.

Die ausschlaggebenden kritischen Punkte für die nicht Unterzeichnung betreffen die Einführung der Verpflichtung zur Beanspruchung des im Jahr 2020 bis März angereiften Urlaubes für jenes Personal, das weder am Arbeitsplatz arbeiten darf noch in Smart Working arbeiten kann. Die Fachgewerkschaft Öffentlicher Dienst im AGB/CGIL hat diesbezüglich eine eindeutige Interpretation des Inspektorates für die Öffentliche Verwaltung aus Rom erhalten, die unmissverständlich festhaltet, dass nur der Resturlaub des Jahres 2019 und eventuell der Jahre davor eingefordert werden kann.
Ein weiterer kritischer Aspekt betrifft auch die Einführung einer negativen Zeitbank im Ausmaß von 76 Stunden (zwei Arbeitswochen), um einen Teil der toten Zeiten aufgrund des Arbeitsverbotes wieder aufzufangen. Die Fachgewerkschaften sind der Meinung, dass eine neue Zeitbank ausschließlich auf dem Verhandlungsweg eingeführt werden kann, da Arbeitszeit Verhandlungsmaterie ist.
Die Fachgewerkschaften im AGB/CGIL, SGK/UIL und der Verband SAG (GS und AGO) stellen diese Vorgangsweise in Frage und merken an, dass die nationalen Bestimmungen, die für alle öffentlichen Verwaltungen auf Staatsebene richtungsweisend sind, hierzulande einfach ignoriert werden und Bestimmungen über die Köpfe der betroffenen Personen hinaus erlassen werden. Für die Fachgewerkschaften sieht die Sozialpartnerschaft anders aus.