28. April: Gesundheit und Sicherheit – ein Recht für alle

Der heutige 28.April ist der Welttag für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Mehr als in den vergangenen Jahren ist dieser Tag heute bedeutender und wichtiger denn je. Der erste Gedanke der Fachgewerkschaften geht an alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die durch die Infektion mit dem COVID-19-Virus ihr Leben verloren haben.
Die Fachgewerkschaften widmen diesen Tag allen, die im Handel, in den Apotheken, in den Reinigungsdiensten und Mensen, in den privaten Sicherheitsdiensten, als Hausangestellte und in den zahlreichen privaten Dienstleistungen mit ihrer unverzichtbaren Arbeit die Aufrechterhaltung der lebensnotwendigen Dienste für jeden Einzelnen und die gesamte Gemeinschaft garantiert haben. Seit Ausbruch der Krisensituation haben diese Menschen vielfach tage- oder sogar wochenlang ohne entsprechende Schutzmaßnahmen gearbeitet. Leider müssen wir auch heute noch feststellen, dass die Beschäftigten nicht immer ausreichend in ihrer täglichen Arbeit geschützt sind.
Anlässlich der sog. Phase 2, welche die graduelle Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit in allen Wirtschaftszweigen vorsieht, muss die Aufmerksamkeit auf die Gesundheit und Sicherheit gelenkt werden. Dies kann nur unter Einbeziehung aller geschehen: der Institutionen, der Politik, der Gewerkschaften und der Arbeitgeberverbände. Daher begrüßen wir die Aktualisierung des Protokolls zur Bekämpfung und Eindämmung der Ausbreitung des Virus, welches letzte Woche auf gesamtstaatlicher Ebene zwischen der Regierung und den Sozialpartnern unterzeichnet worden ist. Wir können es uns nicht leisten, dass durch die Wiederaufnahme der Tätigkeiten die Arbeitnehmerinnen und die Arbeitnehmer der Ansteckungsgefahr erneut ausgesetzt werden, mit der Folge, dass eine wiederkehrende Welle der Ausbreitung des Virus die Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Tätigkeiten einbremsen würde.
Daher kann die Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit nur unter der Bedingung erfolgen, wenn garantiert werden kann, dass die Beschäftigten in absoluter Sicherheit arbeiten können. Es ist daher notwendig, aus den Erfahrungen zu lernen, Fehler, die anfangs gemacht worden sind zu vermeiden und alle Sicherheits- und Vorbeugemaßnahmen am Arbeitsplatz umzusetzen und zu verbessern.
Wie nie zuvor sind Vorbeugung, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz ein Recht aller.